26.02.2024 Die Sammlung…

Die Sammlung wächst um Werke von Friedrich Schröder-Sonnenstern und Elfriede Lohse-Wächtler

Friedrich Schröder-Sonnenstern, „Der komisch moralische Eseltreiber“, 1959, Farbstifte auf Karton, Sammlung Prinzhorn © VG Bildkunst, Bonn, 2024

Dank großzügiger Unterstützung der Weinheimer Hector Stiftung konnte die Sammlung Prinzhorn um bedeutende Werke erweitert werden. Ein Selbstporträt von Elfriede Lohse-Wächtler aus der Zeit um 1929 zählt nun zu den Hauptstücken der Künstlerin in der Sammlung. Ebenfalls neu im Bestand ist ein Konvolut von Bildern und Drucken Friedrich Schröder-Sonnensterns, der als wichtiger Künstler im Bereich der Kunst von Psychiatrieerfahrenen nach dem Zweiten Weltkrieg gilt.

Elfriede Lohse-Wächtler (1899–1940) ist seit 2021 mit ihrem Nachlass in der Sammlung vertreten.  Sie ist bekannt für ihre empathischen und eindringlichen Porträts, insbesondere ihre schonungslosen Selbstporträts. Mit der nun erstandenen Kreidezeichnung aus ihrer Hauptschaffensphase um 1929 konnte das Museum das letzte im Kunsthandel verfügbare Selbstbildnis der Künstlerin für die Sammlung Prinzhorn sichern.

Friedrich Schröder-Sonnenstern (1892–1982) gilt als wichtiger Vertreter der Art brut oder Outsider Art. Er wurde in den 1950er Jahren durch Surrealisten entdeckt. Das angekaufte Konvolut stammt aus der Sammlung Hartmut Kraft und umfasst neben zahlreichen frühen Buntstiftzeichnungen verschiedene Versionen des Motivs „Der Eseltreiber“ aus den 1950er bis 1970er Jahren. Diese Folge von Bildern gibt einen einzigartigen Einblick in die Entwicklung des Künstlers. Alle Werke waren im Museum bereits 2020 in der Ausstellung „Grenzgänger zwischen Psychiatrie und Kunst – Werke der Sammlung Kraft“ zu sehen.

 

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