Vorschau

Sonderausstellung

Grenzgänger zwischen Kunst und Psychiatrie

Werke der Sammlung Kraft

10. Dezember 2020 bis 28. März 2021

Die Ausstellung zeigt Werke von Psychiatrie-Erfahrenen, die der Nervenarzt und Psychoanalytiker Hartmut Kraft (*1949) seit seiner Ausbildung am Landeskrankenhaus Bonn in den 1970er Jahren zusammengetragen hat. Zum größeren Teil handelt es sich um die Auswahl eines größeren Konvoluts, das der Sammler der Sammlung Prinzhorn schenkt, darunter zahlreiche Blätter von Augustin Wilhelm Schnietz. Daneben sind Werke von Friedrich Schröder-Sonnenstern, Karl Junker, Blalla W. Hallmann und anderen zu sehen, die vorerst in seinem Besitz verbleiben. Kraft ist profunder Kenner der Outsider Art und Autor eines mittlerweile klassischen Buchs zum Thema, „Grenzgänger zwischen Kunst und Psychiatrie“ (1986), das mehrfach wieder aufgelegt wurde.
 
Gezeigt werden ca. 150 Werke, vor allem auf Papier, aber auch einige teils großformatige Gemälde. Die Ausstellung wird nur in Heidelberg zu sehen sein.

Bild: Gustav Mesmer, ohne Titel, undatiert (ca. 1980), Aquarell und Tusche auf Papier © Sammlung Kraft, Köln


 

Sonderausstellung

WAHNSINNIG KOMISCH / FOLLEMENT DRÔLE – Humor in der Psychiatrie

Kooperation mit dem Musée d’Art et d’Histoire de l’Hôpital Sainte-Anne (MAHHSA) in Paris

13. Mai bis 29. August 2021

Psychiater haben immer wieder in Frage gestellt, dass Menschen in einer psychischen Krise in der Lage sind, Humor zu zeigen. Trotzdem gibt es in der historischen Sammlung Prinzhorn, Heidelberg, und der Sammlung des MAHHSA, Paris, humoristische, karikaturistische und groteske Werke. In ihnen äußern sich Auseinandersetzungen mit der Psychiatrie und gesellschaftlichen Obrigkeiten ebenso wie mit Alltagsbeobachtungen und grundlegenden menschlichen Bedürfnissen. Die Ausstellung bringt rund 120 prägnante Beispiele aus beiden Sammlungen zusammen und thematisiert dabei zugleich Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutschen und französischen Humors sowie eigensinnige Grenzüberschreitungen. Vor Heidelberg ist sie von 30. Oktober 2020 bis 31. März 2021 in Paris zu sehen.

 

In Kooperation mit

http://musee-mahhsa.com

 

Bild: Paul Goesch, "Drei Schweine", 1919, Gouachefarben über Bleistift auf Papier © Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg