Das Team als Kurator

Neues und Unbekanntes aus der Sammlung Prinzhorn

14. Dezember 2017 bis 15. April 2018

Ausstellungsflyer

Die Heidelberger Sammlung in anregender Vielfalt: Alle Mitglieder des Museumsteams stellen Neuzugänge oder noch nie gezeigte Werke der historischen Sammlung vor, die ihnen besonders am Herzen liegen. Neben dem mit 6 m x 2,3 m größten und mit 4,4 cm x 3,6 cm kleinsten Werk der Sammlung sind farbstarke Acrylbilder genauso zu sehen wie detailreich gearbeitete große Federzeichnungen, zarte Pastelle stehen neben expressiven Ölgemälden.


Mit einer kleinen Werkgruppe demonstrieren wir ungewöhnliche Bildmaterialien wie Toilettenpapier oder Bettleinen, an einer anderen belegen wir, dass Anstaltspatienten zuweilen Vorlagen aus der Bildenden Kunst und Werbung für ihre Zeichnungen heranzogen. Zudem stellen wir wichtige Erweiterungen unserer Archive vor, die uns neue Einblicke in die Sammlungsgeschichte und die Biographie ihres Begründers geben: eine Auswahl originaler Briefe Hans Prinzhorns, die uns aus Familienbesitz übergeben wurden sowie große schwarzweiße Glasdiapositive, die Prinzhorn für Vorträge verwendet hat und die zum Teil
heute verlorene Werke dokumentieren.


Anlässlich des 200jährigen Fahrradjubiläums zeigen wir eine Kabinettausstellung mit
Werken, die sich alle ums Rad drehen: als innovative technische Erfindung oder als Freizeit und Freiheitsvehikel, das auch für die Emanzipation der Frau eine große Rolle spielte.


Alle Mitglieder des Prinzhorn-Teams werden im Eingangskabinett mit ihren Funktionen
vorgestellt. In ihren erläuternden Texten zu den Exponaten gehen sie von der spezifischen
Perspektive ihres jeweiligen Arbeitsbereichs aus. So erhält der Besucher in der Annäherung
an das Gezeigte zugleich einen lebendigen Eindruck von den verschiedenen Tätigkeitsbereichen und besonderen Herausforderungen unseres Museums.

Bilder:

Alexandra Galinova, „Krebs /Krebsaugen“, 1985
Elke van Schoor, „Sonnengott“, 1964
Otto O., männliches Porträt, vor 1921

Für alle Bilder gilt © Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg