Aktuelles

Mittwoch, 24.05.2017 , 14 Uhr

Eine unheimliche Begegnung

Kurzführung im Rahmen der Aktionswoche:
Ungesehen! – Heidelberger Museen zeigen bislang nicht ausgestellte Objekte

Die Sammlung Prinzhorn ist bekannt für ungewöhnliche künstlerische Werke von Anstaltsinsassen und Psychiatrie-Erfahrenen, die Fragen aufwerfen. Gelegentlich ist das Rätselhafte gepaart mit einer unheimlichen Anmutung, etwa wenn der Tod dargestellt wird. Hans Prinzhorn hat in der von ihm zusammengetragenen historischen Sammlung mit Werken aus den Jahren 1840 bis 1920 öfters Unheimliches wahrgenommen, auch bei Bildern, die er „weder rational noch ästhetisch“ verstehen konnte. Dazu gehören die Visionszeichnungen des Elektrotechnikers August Natterer (1868-1933), die, 1911-1913 entstanden, den Surrealismus vorwegzunehmen scheinen. Im Zusammenhang mit diesen Zeichnungen steht unser bislang nicht ausgestelltes Objekt - das den Schrecken dieser Blätter aktualisiert.

Kosten: Euro 5,- / ermäßigt Euro 3,- (Museumseintritt, keine zusätzlichen Gebühren)

Alle Termine der Aktionswoche finden Sie auf der Website des Carl Bosch Museums.

 


Ausstellung bis 30.07.2017

Geistesfrische
Alfred Kubin und die Sammlung Prinzhorn

Alfred Kubin war begeistert! 1920 besichtigte der österreichische Grafiker (1877-1959) die Sammlung Prinzhorn des Universitätsklinikums Heidelberg und verfasste über seinen Besuch einen leidenschaftlichen Bericht. Darin wünschte er sich die Öffnung der damals verborgenen Sammlung für Besucher : „Dann könne von dieser Stätte, wo gesammelt wurde, was Geisteskranke schufen, Geistesfrische ausströmen.“ Sein engagiertes Plädoyer veröffentlichte Kubin, der u. a. durch Ausstellungen mit dem Blauen Reiter bereits einige Berühmtheit erlangt hatte, im Mai-Heft der Zeitschrift „Das Kunstblatt“ 1922.

Mit rund hundert Werken rekonstruiert die Ausstellung Kubins Einschätzung von dreizehn Künstlern, die der Grafiker in seinem Kunstblatt-Artikel anonym vorstellte. Durch Berufsangaben sowie Stil- und Werkbeschreibungen lassen sich eindeutige Zuordnungen vornehmen. Die Auswahl der gezeigten Werke gibt nicht nur Kubins Blick auf die Sammlung wieder, sondern stellt vielmehr mit einer Fülle von weiteren Exponaten die Œuvres dieser Künstler vor.

 

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Sammlung Prinzhorn
Voßstraße 2
69115 Heidelberg
E-Mail: Prinzhorn@uni-heidelberg.de
Tel.: (+49) 06221/56 4492
Fax: (+49) 06221/56 1723