Wilhelm Müller

Achtundvierzigmal zeichnete Wilhelm Müller den Blick aus seinem Anstaltszimmerfenster auf den Domjüch-See. Immer wieder beschreibt er dabei Atmosphäre, Luft, Farben und Klima. Der Eintönigkeit und Zeitlosigkeit des Anstaltslebens setzt er die permanente Veränderung der Außenwelt entgegen. Malmittel und -gestus passt er dabei seinen unterschiedlichen Empfindungen an. So können seine Landschaftsdarstellungen als visuelles Tagesbuch verstanden werden. Man steht mit ihm am Fenster und blickt hinaus auf die Seelandschaft, in die Unendlichkeit des Verweilens. Das Leben findet draußen statt.

 

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