Museumscafé

 

Die Cafeteria des Zentrums für Psychosoziale Medizin im Nachbargebäude wurde mithilfe der finanziellen Unterstützung vieler Freunde und Förderer zu einem attraktiven Museumscafé umgestaltet. Mit dem Café wollen Museum und IBA das Potential des Museums im Stadtteil Bergheim sichtbar machen und für eine große bauliche Erweiterung werben. Und auch für die Patienten, ihre Angehörigen und die Mitarbeiter des Klinikums gewinnt der Ort mit dem neuen Café an Attraktivität. Geöffnet ist vorerst von Montag bis Freitag von 10.30 bis 14 Uhr. Um bald längere Öffnungszeiten anbieten zu können, ist das Museum auf der Suche nach einem geeigneten Betreiber.

Schon von weitem wird deutlich, dass sich hier etwas verändert hat: Auf der Wiese vor dem Museum steht eine mehr als drei Meter hohe Eisenskulptur, der Mann ohne Schwerkraft von Josef Forster (nach einem Entwurf von Karoline Becker), der auch für das Logo des Museums gewählt wurde. Eine Lichtinstallation in den Arkadengängen und gelbe pixelartige Aufkleber auf dem Boden weisen den Weg zum neuen Museumscafé und verbinden Café und Museum optisch miteinander. In der ehemaligen Cafeteria hat der Innenarchitekt Fabian Friedhoff von 3-EFF raumidentitäten aus Stuttgart mit dunklen Wänden und gepolsterten Sitznischen in den Fensterlaibungen eine gemütliche Kaffeehausatmosphäre geschaffen. Die Brücke zur Sammlung im Nachbargebäude schlägt die Künstlerin Julia Kuhl. Sie hat an der Rückwand des Cafés die Geschichte der Sammlung graphisch aufbereitet. Alles ist also bereit, nur ein geeigneter Betreiber fehlt noch. Thomas Röske, Leiter des Museums: „Die Leitung des Zentrums für Psychosoziale Medizin ist mit mehreren Anbietern im Gespräch und bemüht sich, so schnell wie möglich eine passende Lösung zu finden.“ Passend heißt in diesem Fall ein Betreiber mit einem inklusiven Konzept, das psychisch kranke Menschen in die Arbeit einbindet. Bis dieser gefunden ist, wird das Café weiter allein von der KSG (Klinik Service GmbH) des Universitätsklinikums Heidelberg betrieben.
Die Finanzierung des Museumscafés

Das Museum dankt den vielen Förderern und Unterstützern. Das Budget für den Umbau wurde im Winter 2017 über eine Crowdfunding-Aktion gesammelt. 53 Bürger*innen und ein Sponsor unterstützten das Projekt mit insgesamt 6.038 Euro. Die IBA Heidelberg organisierte einen Entwurfsworkshop und übernahm die Planungskosten des Interims-Cafés und der Umgebungsgestaltung. Die Eisenskulptur vor dem Museum wurde von der Hector Stiftung II Kunst gGmbH finanziert. Die Baumaßnahmen wurden von der Klinik-Technik-GmbH begleitet.

Bilder: c Tobias Dittmer│IBA Heidelberg